Wing It! Meine Eyeliner-Odyssee

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Meine erste Filmerfahrung mit Audrey Hepburn beeinflusst mich bis heute. Mit 12 Jahren guckte ich mit meiner Mama „Funny Face“ (Der deutsche Titel „Ein süßer Fratz“ geht mir bis heute nur sehr schwer über die Lippen). Danach schaute ich den Film ungefähr 10 weitere Male.

Da dieser Film viele Closeups von Audrey enthält und sie meist existentialistisch schlicht in Givenchy gekleidet ist (#allblackeverything), bot sich mir genug Gelegenheit, ihr Make-Up und insbesondere ihren Lidstrich in Augenschein zu nehmen: Was ich da sah, gefiel mir außerordentlich! Ich habe nichts mit Audrey Hepburn gemeinsam und das konnte ich schon damals, in meinem zarten Alter, deutlich erkennen! Aber dieser Lidstrich schien mir eine Möglichkeit, etwas von dem eleganten Glamour Hollywoods der 50er Jahre in mein eigenes Leben zu transportieren ...

Nach ersten heimlichen Versuchen mit dem Kajal meiner Mutter ließ ich das Thema Eyeliner vorübergehend ruhen. Als ich mein Studium begann, flammte meine Liebe wieder auf durch eine Kommilitonin, die nie ohne akkurat gezogenen Lidstrich zu sehen war.  Nicht, dass sich nicht schon jede Frau zu diesem Thema ausgelassen hätte – aber hier noch mal mein Eyeliner-Erfahrungsbericht:



1. Finde heraus, welcher Typ du bist …
Nachdem ich mich erfolglos monatelang mit flüssigem Eyeliner abmühte, wollte ich schon fast das Handtuch im Lidstrich-Business werfen. Per Zufall fiel mir ein Gel-Eyeliner in die Hände, und ich war ganz begeistert! Ich hatte das Gefühl, endlich zu einem Ergebnis zu kommen, das mich nicht nach dem Frontmann von „Placebo“ aussehen ließ. Weil ich in dieser Zeit viel unterwegs war, kaufte ich mir irgendwann an einem Bahnhof einen Eyeliner Pen (deutlich handlicher). Der Stift und ich waren wie für einander gemacht. Seit dem habe ich zwar verschiedene Marken ausprobiert – bin aber nie wieder auf eine andere Mechanik umgestiegen. Bei den Utensilien für den perfekten Lidstrich ist es ein bisschen wie bei Männern – was für mich das Nonplusultra ist, ist eventuell gar nicht nach deinem Geschmack! Am Besten, du probierst einfach mal alles aus: Wenn es „Klick“ macht, wirst du es schon merken …  


2. Übung macht den Meister
Lisa Eldridge, die Pixiwoo Schwestern, Charlotte Tilbury – die Liste der Damen, die mir den perfekten Lidstrich näher brachten, ist lang. Nach dem „Make-Up Extraheft“ diverser Frauenzeitschriften, kamen die YouTube Tutorials. Ich kann Tutorials jedem empfehlen. Mit Bewegtbild lässt sich, meiner Meinung nach, einfacher lernen. Und zwei Minuten feinstes, britisches Englisch sind gratis inbegriffen!


3. Q-Tips retten den Tag!
Welche Frau kennt das nicht? Man ist schon fast zur Tür hinaus, wirft einen letzten prüfenden Blick in den Spiegel und dann reitet es einen! Ein bisschen Rouge aufgetragen, noch mal kurz die Wimpern nachgetuscht  … und eben schnell noch einen Lidstrich ziehen. Meistens kommt es dann zu unschönen Unfällen. Aber bevor du dein Vergangenheits-Ich verfluchst, atme ein Mal durch. Mit Q-Tips und der ruhigen Hand einer Chirurgin lassen sich die allermeisten Eyeliner Debakel im Nu zu einem hervorragenden Lidstrich korrigieren. Da ich auch im Alltag am Ende häufig ein bisschen nachhelfe, kaufe ich immer Q-Tips mit einem Pappstab – und vermeide damit unnötigen Plastikmüll.

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