Sonntagsmoment – Happy Feet

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Es ist Sommer und die Füße haben Ausgang. Während sich viele Menschen schon im Winter darauf freuen, ihre Zehen den Sonnenstrahlen entgegen zu strecken, ist für andere der Gedanke seine Füße in der Öffentlichkeit zu präsentieren, der blanke Horror. „Ich mag meine Füße nicht!“ – ich kann gar nicht mehr zählen, wie oft ich diesen Satz schon in meinem Freundeskreis und den Yoga Studios dieser Welt gehört habe.


Die kleinen Kerle am Ende unserer Beine werden gezwungen, ein Schattendasein zu führen – versteckt und vergraben unter dicken Socken und festem Schuhwerk. Dabei leisten sie hervorragende Arbeit: Sie tragen uns durchs Leben! Zuverlässig ertasten sie die Welt unter uns und ertragen klaglos das Gewicht, das täglich auf ihnen ruht. Ob Überstunden in Highheels oder Höchstleistungen in Joggingschuhen – die Füße sind Sommer wie Winter Mitarbeiter des Monats. Höchste Zeit also ihnen ein bisschen Liebe und Aufmerksamkeit zu schenken! Und was eignet sich besser dafür, als eine schöne Sonntags-Pediküre?


Eine Wohlfühl-Pediküre beginnt mit einem entspannenden Fußbad. Die Zehennägel sollten davor ablackiert werden, und wer Hornhaut hat, kann die Fersen mit einem Bimsstein bearbeiten. Ich benutze für mein Fußbad lauwarmes Wasser und einen Schuss basisches Badesalz. Das bekommt ihr im Reformhaus oder einem gutsortierten Drogeriemarkt. Basische Salze unterstützen die Ausscheidungsprozesse im Körper. Das heißt: Ein basisches Fußbad ist nicht nur gut, um die Haut weich und geschmeidig zu pflegen, sondern dient gleichzeitig als Detox-Programm.


Wenn ich meine Füße ein bisschen eingeweicht habe, mache ich gerne ein Foot Scrub. Dieser hilft kleine Hautschüppchen oder Lackreste zu entfernen. Gleichzeitig werden die Füße ein bisschen geknetet und geschrubbelt; dadurch wir die Durchblutung angeregt. Es gibt diverse Scrubs zu kaufen – ich kreiere meine eigene Mischung: Dafür kombiniert man zu gleichen Teilen grobes Salz, Rohrzucker und Kokosfett. Wer mag, kann noch ein paar Tropfen Lavendelöl (oder seinen eigenen Favoriten unter den ätherischen Ölen) hinzugeben.



Wenn die Füße gepeelt aus dem Wasser kommen, lassen sie sich besonders leicht bearbeiten. Hierfür braucht ihr:

  1. Nagelfeile – ich mag am Liebsten die multifunktionalen Feilen, die in verschiedene Bereiche aufgeteilt sind.
  2. Rosenholzstäbchen – damit lässt sich die Nagelhaut vorsichtig zurückschieben.
  3. Nagelknipser – ich feile meine Zehennägel zwar nur, aber mit einem Knipser lassen sich Nägel schnell kürzen.
  4. Nagelhautzange – ich habe immer überstehende Nagelhaut und zupfe sie vorsichtig weg. Für viele Menschen ist das überhaupt kein Thema. Wenn du zu den glücklichen Menschen mit prächtiger Nagelhaut gehörst, kannst du auf dieses Werkzeug und den Schritt in der Pediküre verzichten.
  5. Wattepads – manchmal überstehen hartnäckige Lackreste das Fußbad inklusive Peeling. Ich rücke ihnen dann nach dem Baden noch mal mit Wattepads und Nagellackentferner zu Leibe.
  6. Kokosfett – es gibt sämtliche Varianten von Fußcremes und Nagelhautölen. Vielleicht hast du schon seit Jahren einen persönlichen Geheimtipp. Ich benutze nach den Pflegeschritten gerne biologisches Kokosfett: es macht die Haut geschmeidig, enthält keine künstlichen Inhaltsstoffe und ich habe ohnehin immer welches daheim.
  7. Handtuch – Nach einem Fußbad möchte man nicht auf den kalten Badezimmerfliesen herumstehen. Ein flauschiges Handtuch hält die Füße warm und vermeidet rutschige Angelegenheiten.

Wenn du deinen Füßen eine Sonderbehandlung spendieren möchtest, dann nimm dir nach der Pflege 15 Minuten Zeit, um sie ein bisschen zu massieren. Du kannst sie ganz entspannt über einen Noppenball rollen (ein Tennisball eignet sich ebenfalls hervorragend) oder sie ein bisschen mit der Hand kneten. Dabei gilt die goldene Regel: Mache, was sich für dich und deine Füße gut anfühlt. Für Abenteuerlustige verlinke ich das Video „Yogafor the Feet“ aus dem zauberhaften YouTube Kanal „Yoga with Adriene“.


Ich liebe lackierte Fußnägel! Wenn ich morgens unter der Dusche auf meine bunten Nägel gucke, fängt der Tag für mich schon gleich gut an. Wie bei den Fingernägeln gilt auch hier das Drei-Phasen-System: Unterlack, Lack, Überlack. Somit wird der Nagel geschützt und der Lack dürfte länger halten. Ich habe außerdem die Erfahrung gemacht, dass der Nagellack am besten hält, wenn man alle Lackschichten dünn aufträgt und die Farbschicht dafür zweimal lackiert.

Im Sommer ist die Herausforderung, dass nicht nur die lackierten Fingernägel, sondern auch die Fußnägel zu sehen sind. Deshalb habe ich für dich ein paar Farbkombinationen herausgesucht, die ich besonders schön finde.


Ich wünsche dir viel Spaß beim Ausprobieren.
Happy Sunday!




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