5 Tipps für den Herbst

11:16


Die Uhr wurde gerade in die Winterzeit zurückgestellt. Die wiederholte Stunde in der Nacht hat meinen Scanner so verwirrt, dass er jetzt alle Dateien zum Zeitpunkt „Morgen, 2:45“ abspeichert. Aber damit ist der Gute nicht alleine. So eine Zeitumstellung ist nichts für schwache Nerven: Zwar erlaubt einem die geschenkte Stunde ein entspannteres Erwachen am Morgen; gleichzeitig stellt sie uns jedoch mit früher Dunkelheit den Winter vor die Tür.  
Wenn die Blätter sich färben und der Hamburger Fernsehturm Morgen um Morgen im Nebel versinkt, wird so mancher melancholisch. Die goldenen Herbsttage sind allseits beliebt – aber was macht man, wenn draußen echtes „Usselwetter“ (wie der Rheinländer sagen würde) herrscht? Erstens: Nicht verzagen! Und dann: Es sich richtig gemütlich machen! Ich habe für euch meine fünf Favoriten herausgesucht, mit denen ich trübe Novembertage in ein angenehmes Licht rücke.  


1. Konjac Schwamm

Cognac? Nein, Konjac! Im Moment sind diese kleinen Naturschwämme aus der Konjacwurzel in der Beauty-Szene „all the rage“. Nicht zu unrecht! Der kleine Schwamm sorgt dafür, dass die Haut porentief gereinigt wird, hat einen peelenden Effekt und soll angeblich auch noch Feuchtigkeit spenden. 

Im Internet und einem gut sortierten Drogeriemarkt gibt es mittlerweile eine erstaunliche Auswahl: Ganz gleich, welcher Hauttyp du bist – dein passender Konjac-Partner wartet schon im Gang mit den Wurzelbürsten auf dich.

Von Natur aus eher skeptisch veranlagt, habe ich vorerst in die Standard-Variante investiert und bin seither Konjac-Fan. Angeblich braucht man für die Reinigung noch nicht mal ein zusätzliches Produkt. So weit geht meine Liebe dann doch nicht. Zusammen mit meinem Double-Cleansing Ritual macht sich der Schwamm jedoch hervorragend. Ich übertreibe nur minimal, wenn ich sage, dass Abschminken noch nie so schön war ...


2. DIY Nagelöl

Sobald das Thermometer an der Zehn-Grad-Marke kratzt, verwandeln sich meine Hände in kleine Mimosen. Normale Handcreme ist dann ungefähr so effektiv, wie ein Smart bei der Rallye Dakar. Härtere Geschütze müssen aufgefahren werden! Das Beste, was ich bisher entdeckt habe ich selbstgemachtes Nagelöl.

Dafür mischt du 10 Tropfen Avocadoöl mit einem Tropfen Lavendelöl. Sollte Lavendelöl nicht ganz nach deinem Geschmack sein, kannst du ein ätherisches Öl deiner Wahl nehmen. Ich finde zum Beispiel Rosenholz oder Bergmotte ebenfalls sehr schön.

Ich trage das Öl großzügig vor dem Schlafengehen auf und streife mir dann für die effektive Regeneration leichte Baumwollhandschuhe über. Das sieht nicht gerade betörend aus – wirkt aber Wunder. Am nächsten Morgen sehen meine Hände gepflegt aus und fühlen sich wieder streichelzart an.


3. Herbst Make-Up

Im Sommer sehe ich lauter sonnengeküsste Frauen, die nicht mehr als ihre Sommersprossen im Gesicht benötigen, um wunderschön auszusehen. Im Herbst wird die Haut blasser und durch die Heizungsluft ein bisschen trockener. 

Beim morgendlichen Blick in den Spiegel denke ich ganz sicher nicht, dass ein Klecks BB Cream vollkommen ausreicht. Stattdessen brauche ich ein bisschen „Bazazz“, der sich mit einem Pinsel auftragen lässt.

Viele meiner Freundinnen schwören aus den gleichen Gründen auf einen bordeaux-roten Lippenstift. Ich betone tendenziell lieber meine Augen. Dafür benutze ich seit Monaten den Smokey-Eye-Pencil von Catrice. Der lässt sich so leicht anwenden, dass er das perfekte Einsteigermodell ist; der grün-goldene Farbton bringt jede Augenfarbe zur Geltung. Dafür entschuldige ich auch gerne den Namen der Farbnuance: „Avokhaki“.


4. „Klar“ von Pukka Tee

„Du musst mehr trinken.“ Früher haben sich die Frauen in meiner Familie um meinen Flüssigkeitshaushalt gesorgt. Heute übernehmen diese Aufgabe Post-Its an meiner Küchentür.

Dass genügend Wasser grundlegend für ein gesundes Leben ist, muss ich im Jahr 2016 nun wirkliche keinem mehr erklären. Dass Tee kein Ersatz für Wasser ist, dürfte wohl auch den meisten von euch bekannt sein. (Tee führt dem Körper Stoffe zu, während alleine Wasser dem Körper hilft, Überflüssiges loszuwerden) Meine Tasse Tee für mich die willkommene Abwechslung, wenn mein Grundbedarf an Wasser gedeckt ist.

Mein derzeitiger Favorit ist „Klar“ von Pukka. Alles mit dem Prädikat „hautfreundlich“ weckt grundsätzlich schon einmal mein Interesse. Wenn es dann auch noch lecker schmeckt, bin ich komplett verfallen. Was ist im Herbst gemütlicher, als sich mit einer Tasse Tee und einem guten Buch auf’s Sofa zu kuscheln?


5. Kekse backen

Ich kann dir sagen, was gemütlicher ist! Wenn man zu seinem Tee auch noch ein paar leckere, selbstgemachte Plätzchen knuspern kann. Meine Mutter backt am 1. November (dort wo ich herkomme, ist das ein Feiertag!) traditionell ihre Lebkuchen. Die müssen nämlich in der Zeit bis zum 1. Advent in Keksdosen eingelagert werden, damit sie, die anfangs noch steinhart sind, schön weich werden und sich die Gewürzaromen ideal verteilen können.

Ich backe weniger traditionell an einem der ersten Dezemberwochenenden mit meiner Freundin bei einer Tasse Glühwein. Die Rezepte variieren von Jahr zu Jahr. In dieser Saison habe ich ein Auge auf diese Exemplare geworfen.

Wenn durch meine kleine Küche schmalzige amerikanische Weihnachtslieder schallen und wir beim Backen kichern, wie kleine Mädchen – dann ist für mich die Welt in Ordnung. Mit dem Plätzchenduft wird mir ganz warm ums Herz und von Herbstmelancholie fehlt jede Spur. 

Sollten die Marzipan-Orangen Plätzchen nicht ganz nach meinem Geschmack sein, bräuchte ich eine Alternative. Welche Plätzchen kommen bei euch in der Vorweihnachtszeit auf’s Blech?

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